Arburg stellt zur Fakuma 2026 Robotersysteme vor, die unabhängig von einer Spritzgießmaschine betrieben werden können. Die Standalone-Ausführungen sind für Handhabungsaufgaben in der Kunststoffteileproduktion vorgesehen, etwa für das Vorbereiten von Zuführteilen, das Konfektionieren oder das Verpacken. Nach Angaben des Unternehmens werden die Lösungen ab der Messe zunächst in Europa angeboten.
Das Angebot umfasst die linearen Robotersysteme Multilift Select mit Traglasten von 4 bis 16 Kilogramm sowie Scara- und Sechs-Achs-Roboter von Yaskawa in der Ausführung „Powered by Arburg“. Arburg ordnet die linearen Systeme vor allem Standardaufgaben zu, während die Sechs-Achs-Roboter für komplexere Handhabungsabläufe vorgesehen sind.

Einzelne oder mehrere Roboter lassen sich laut Hersteller sowohl in neue schlüsselfertige Fertigungsanlagen integrieren als auch in bestehende Anlagen unterschiedlicher Maschinenhersteller nachrüsten. Damit erweitert Arburg den Einsatzbereich seiner Automatisierungstechnik auf Arbeitsschritte, die nicht unmittelbar an die Spritzgießmaschine gebunden sind. Auf dem Messestand 3101 in Halle A3 soll eine vorgelagerte Zelle das Zusammenspiel mehrerer miteinander verketteter Roboter zeigen.
Für den eigenständigen Betrieb erhalten die Systeme einen erweiterten Schaltschrank mit Steuerung und das neue mobile Bedienpanel rControl. Über dieses Gerät werden die Roboter programmiert und bedient. Die Bedienoberfläche orientiert sich an der Gestica-Steuerung der Arburg-Spritzgießmaschinen. Die Anbindung an bestehende Produktionsumgebungen erfolgt der Pressemitteilung zufolge über die Roboterschnittstelle Euromap 67.
Mit den Standalone-Ausführungen können vor- und nachgelagerte Handhabungsprozesse separat automatisiert werden. Arburg nennt außerdem die Erweiterung bestehender Fertigungsanlagen als Einsatzmöglichkeit. Aussagen des Herstellers zu niedrigeren Investitionskosten und einer höheren Produktionseffizienz werden allerdings weder durch Kennzahlen noch durch konkrete Anwendungsdaten belegt.
Titelfoto: Quelle: Arburg
