Der tschechische Verpackungsspezialist UNIPACK hat seine Produktion von Polyester-Umreifungsbändern modernisiert und dabei einen bestehenden Extruder durch eine OMNI-Extrusionsanlage von Gneuss ersetzt. Seit Anfang 2026 ist die neue Anlage in Betrieb und sorgt für eine höhere Produktionsleistung, stabilere Prozesse sowie einen deutlich reduzierten Energieverbrauch. 

UNIPACK produziert Polypropylen- und Polyester-Umreifungsbänder auf mehreren Produktionslinien und hat seine Kapazitäten in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert. Im Rahmen der Modernisierung wurde ein älterer Extruder durch eine neue Gneuss-Extrusionsanlage ersetzt. Die Anlage umfasst ein Dosiersystem mit vier Komponenten, einen MRS 90-Extruder, eine 25-mbar-Vakuumanlage, ein RSFgenius-Schmelzefiltersystem, ein VIS-Onlineviskosimeter, eine Schmelzepumpe sowie eine Strappingdüse.

OMNI-Recyclinganlage von Gneuß, integriert in die Strapping-Bandproduktion bei UNIPACK (Quelle: Gneuß)

Nach Angaben des Unternehmens bringt die neue Technologie mehrere Vorteile mit sich. Die bislang notwendige Materialvorbereitung mit Trocknung und Kristallisation, die eine Verweilzeit von fünf bis sechs Stunden erforderte, entfällt. Gleichzeitig ermöglicht die Online-Überwachung der Materialviskosität eine präzisere Prozesskontrolle. Dank der Filtrationstechnik läuft die Produktion zudem deutlich stabiler und mit weniger Unterbrechungen.

Von den Verbesserungen profitiert auch die Wirtschaftlichkeit der Produktion. Die Ausschussquote konnte von sieben auf drei Prozent reduziert werden. Darüber hinaus benötigt die neue Anlage rund 40 Prozent weniger Energie als die bisherige Produktionslinie. Ausschlaggebend hierfür sind insbesondere der Wegfall der Vortrocknung sowie die energieeffiziente Bauweise der Anlage.

Als Rohstoff verarbeitet UNIPACK überwiegend farbige PET-Bottleflakes, darunter grüne, rote und braune Materialien, die üblicherweise nicht mehr für die Flaschenherstellung verwendet werden. Die Anlage ermöglicht dabei den Einsatz von bis zu 100 Prozent Recyclingmaterial.

Neben dem höheren Durchsatz hebt das Unternehmen auch die verbesserte Qualität der produzierten Umreifungsbänder hervor. Insbesondere die mechanischen Eigenschaften wie Dehnungs- und Streckwerte konnten verbessert werden. Die gleichmäßige Qualität der Bänder wurde zudem von Endkunden positiv bewertet.

UNIPACK zeigt sich insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen des Modernisierungsprojekts. Neben der Leistung der Anlage wird auch die Zusammenarbeit mit dem Gneuss-Serviceteam bei Installation und Inbetriebnahme positiv bewertet.

Titelfoto: Projektteam von UNIPACK und Gneuss während der Testphase der OMNI- Recyclinganlage im Gneuss-Technikum in Bad Oeynhausen. Von links nach rechts: Dr. Axel Hannemann (Gneuß), Tomáš Medek (UNIPACK), Niklas Möhlmann (Gneuß), Stacho Cupek (UNIPACK), Dušan Rejthar (UNIPACK) und Ladis Holub (UNIPACK).

Von AG

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